DAS PROJEKT

Eine revolutionäre Bereicherung für Meran und Umgebung: Der Küchelbergtunnel ist das größte Infrastrukturprojekt, das jemals in der Autonomen Provinz Bozen verwirklicht wurde.

Er ist Teil der Nord-West-Umfahrung von Meran und bekanntlich ein alter Hut. Bereits seit den 1940er-Jahren gibt es Überlegungen, wie man mit der stetig wachsenden Blechlawine in und um Meran am besten fertig wird und bereits 1962 gab es erste Studien von Ingenieur Kaunz, um das Problem zu lösen. Die Umfahrung soll die Stadt vom Durchzugsverkehr entlasten, sowie das Passeiertal und Dorf Tirol besser an die Schnellstraße Meran-Bozen anbinden.

Der Anschluss von der Schnellstraße MeBo bis zum Meraner Bahnhof ist bereits gebaut. Daran schließt der Küchelbergtunnel an. Die neu zu errichtende Strecke verläuft unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Dorf Tirol.

Dort wird ein Kreisverkehr als Anschluss in Richtung Passeiertal, Dorf Tirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über der Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt.

Innovativer Tunnelbau

Der gesamte Tunnelbau erfolgt in bergmännischer Bauweise. Ein Tunnelkilometer wird unterhalb der Goethestraße und Gallileistraße im Lockergestein vorgetrieben und ein weiterer Tunnelkilometer unter dem Küchelberg im Felsen. Im Abschnitt unterhalb der Goethestraße ist ein Vortrieb mit Rohrschirm vorgesehen. Im Bereich der Unterquerung der Schulgebäude des pädagogischen Gymnasiums und der Grundschule „Franz Tappeiner“ wird der Untergrund zusätzlich befestigt, um Setzungen zu vermeiden. Dazu werden Zementinjektionen gemacht. Im Küchelberg, der bekanntlich aus Granit und Gneis besteht, da dort die afrikanische und die europäische Kontinentalplatte aufeinandertreffen, wird mit Sprengungen gearbeitet.

Die Arbeitsschritte beim Sprengvortrieb sind fix vorgegeben. Täglich werden zuerst bis zu 180 Sprenglöcher gebohrt. Diese werden dann mit Dynamit in Gelform gefüllt. Anschließend werden die verschiedenen Ladungen mit Zündschnüren verbunden – das Bild erinnert an ein großes Spinnennetz. Rundherum werden die Ladungen schließlich mittels einer Zündschnur verbunden und elektronisch gezündet. Nach der Sprengung wird das Ausbruchsmaterial in Lastkraftwagen abtransportiert und es erfolgen die Auskleidung mittels armiertem Spritzbeton, Nägeln und an einigen Stellen mit Aussteifungsbögen.

Emissionen und Lärmbelästigung gering halten

Genau so viel Wert wie auf die Sicherheit wird auch auf die möglichst geringe Umweltbelastung und Lärmbelästigung gelegt. Der Respekt vor der Umwelt, dem Land und der Bevölkerung ist sehr stark zu spüren, ebenso wie das Verständnis der Einwohner und Geschäftsleute von Burggrafenamt. Der Tunnelbau zählt zu den faszinierendsten aber auch schwierigsten Aufgaben im Bausektor. Wenn man einen Tunnel baut, ist es essentiell, zu verstehen, wie die geologische Beschaffenheit und Festigkeit des Gebirges und der Gesteinsschichtung und die Wasserführung im betroffenen Gebiet aussehen. Denn mit jedem Meter kann sich die Kompaktheit des Gesteins ändern und es können mehr oder weniger viele Wasseremissionen auftreten.

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